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Zwischen Mut, Tränen und tiefer Verbundenheit – mein erstes eigenes Retreat

  • Autorenbild: Sabine
    Sabine
  • 29. März
  • 6 Min. Lesezeit



Dieses Wochenende hat mein Herz verändert.


Und ich glaube, ich habe selten so sehr gefühlt, wie sehr ich genau auf meinem Weg bin.


Mein erstes eigenes Retreat.

Allein diese Worte lassen mich noch immer innehalten, wenn ich sie ausspreche.


Der Morgen begann ganz früh. Es war noch ruhig draußen, diese besondere Stille, bevor ein Tag wirklich beginnt. Meine Eltern kamen zu uns, haben die Kinder übernommen und in diesem Moment war da so viel Dankbarkeit in mir. Zu wissen, dass ich gehen darf. Dass ich Raum bekomme für das, was in mir ist. Für meine Vision.


Gemeinsam mit Flo bin ich losgefahren. Und schon auf dem Weg habe ich gespürt, dass das nicht einfach nur ein Wochenende wird. Dass da etwas Größeres entsteht.


Wir sind nicht nur als Paar gefahren, sondern als Team. Und genau das hat dieses Retreat so besonders gemacht. Flo mit seinem Raum, in dem Menschen ins Bewusstsein kommen dürfen, in dem sie sich selbst begegnen, ehrlich und tief. Und ich mit meinem Raum, mit dem Körper, mit Yoga, Atmung und Meditation, mit diesem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, mit dem Zurückkommen ins eigene Spüren.


Und es war so wunderschön zu sehen, wie sich das miteinander verbindet. Wie wir uns darin ergänzen. Wie wir uns auf einer ganz neuen Ebene begegnen.


Natürlich lief nicht alles reibungslos. Und vielleicht war genau das auch ein Teil dieser Reise.


Vor Ort gab es diesen großen Fernseher im Raum, über den die Musikanlage lief. Für uns war sofort klar, dass das keine Option ist. Dieser Raum sollte ruhig sein, weich, ohne Bildschirm. Also durfte einer von uns nochmal losfahren, zurück nach Hause, um unsere eigene Musikanlage zu holen.


Dann die Kaffeemaschine im Begrüßungsraum, die nicht funktioniert hat, weil sie nicht gereinigt war. Kleine Dinge, die sich plötzlich groß anfühlen können.


Und dann kam noch dazu, dass die Teilnehmerinnen eigentlich schon um 11 Uhr hätten einchecken dürfen. Durch ein System-Update im Hotel war das plötzlich erst ab 14 Uhr möglich.


Es waren genau diese Momente, in denen alles hätte kippen können.


Aber es ist nicht gekippt.


Ich bin ruhig geblieben. Ich war bei mir. Und genau dafür bin ich heute so dankbar, weil ich gespürt habe, dass ich das tragen kann.


Und aus dieser Situation ist etwas ganz Wundervolles entstanden. Wir haben uns einfach gemeinsam an den Tisch gesetzt und Mittag gegessen. Ohne Plan. Ohne Druck.


Und genau dort hat es begonnen. Dieses Gefühl von Verbundenheit.


Nach und nach kamen alle an. Frauen, die ich bis auf eine noch nie zuvor gesehen hatte. Ich hatte keine Bilder im Kopf, keine Erwartungen. Und trotzdem war da sofort diese Wärme.


Zwischen 33 und 60 Jahren, so viele Geschichten, so viele Leben und doch so viel Gemeinsames.


Ich habe gesehen, wie jede einzelne ankommt, vielleicht noch ein bisschen vorsichtig, noch ein bisschen zurückhaltend. Und ich habe gesehen, wie sie sich öffnen. Wie Gespräche tiefer werden, wie Stimmen weicher werden, wie Tränen fließen dürfen.


Und wie aus einzelnen Frauen eine Verbindung entsteht.


Der Tag hat sich so lebendig angefühlt. Ich konnte spontan entscheiden, unseren Workshop-Teil vorzuziehen, weil sich durch den späteren Check-in alles verschoben hatte. Ich konnte den Raum so halten, wie es sich gerade richtig angefühlt hat.


Ich konnte meine Yoga-Sequenzen anpassen, durfte auf die Gruppe eingehen. Einer Teilnehmerin habe ich einen Stuhl hingestellt, damit sie sich zurückziehen konnte, wenn ihr Körper eine Pause gebraucht hat.


Am Abend habe ich die Gruppe gefragt, ob sie sich noch eine Meditation wünschen oder ob sie lieber Zeit für sich brauchen.


Es gab keinen starren Plan.


Und genau das war so schön.


Weil ich selbst weiß, wie sich ein voller Alltag anfühlt. Weil ich Freiheit liebe. Und weil ich genau diese Leichtigkeit weitergeben wollte. Dieses Gefühl, dass alles auch im Moment entstehen darf.


Am Abend sind wir dann noch einmal zusammengekommen.


Yoga bei Kerzenschein.


Der Raum war still und gleichzeitig voller Gefühl. Jede war bei sich und doch waren wir alle miteinander verbunden. Es war einer dieser Momente, in denen man einfach nur spürt, dass gerade etwas ganz Besonderes passiert.


Und mit genau diesem Gefühl sind wir danach gemeinsam zum Abendessen gegangen.


Und auch dieser Moment war einfach nur wunderschön.


Das Hotel war voll. Überall saßen Familien, Freunde, Paare. Und wir waren da, eine Gruppe von eigentlich fremden Menschen, die sich erst seit ein paar Stunden kannten.


Und trotzdem war da so viel Nähe.


Wir haben geredet, gelacht, geteilt. Die Zeit ist einfach verflogen.


Und irgendwann haben wir gemerkt, dass wir tatsächlich die Letzten waren. Die Tische um uns herum wurden schon für den nächsten Morgen eingedeckt und wir saßen immer noch da, so vertieft, so verbunden.


Bis wir uns irgendwann angeschaut haben und schmunzeln mussten, weil wir gemerkt haben, dass es vielleicht langsam Zeit ist aufzustehen.


Und genau dieses Gefühl nehme ich so stark mit.


Diese echte, ungeplante Verbindung.


Am nächsten Morgen war diese Verbindung noch tiefer. Es lag eine Offenheit im Raum, ein Vertrauen, eine Ehrlichkeit. Und dieses Gefühl, dass wir uns alle viel näher sind, als wir denken.


Ein paar Tage vorher saß ich noch zuhause und habe Armbänder gemacht. Für jede einzelne Frau. Ohne sie zu kennen, ohne ein Bild von ihnen zu haben.


Und trotzdem mit diesem inneren Gefühl, dass es genau so richtig ist. Dass ich ihnen etwas mitgeben möchte, etwas, das sie erinnert. An sich selbst. An diesen Weg zurück zu sich.


Als ich die Armbänder am Sonntag verteilt habe, war da so viel Emotion. Ich habe Lieblingsfarben getroffen, sogar intuitiv den Geburtsstein gewählt.


Und auch das hat mir wieder gezeigt, wie kraftvoll es ist, auf das eigene Gefühl zu vertrauen.


Im Closing Circle am Sonntag saß ich da und habe in die Runde geschaut.


Und ich war einfach nur dankbar.


Ich habe das auch genau so ausgesprochen. Habe den Frauen gesagt, wie dankbar ich bin, dass ich mein erstes Retreat mit genau ihnen erleben durfte.


Und in diesem Moment sind auch bei mir die Tränen geflossen. Ganz leise, ganz ehrlich.


Weil ich gespürt habe, wie besonders das alles war.


Dankbar, dass es nicht zu viele waren. Denn genau dadurch konnte ich den Raum anders halten. Persönlicher. Näher. Wahrhaftiger.


Ich konnte wirklich auf die Gruppe eingehen. Dinge anpassen. Spontan entscheiden. Gemeinsam fühlen, was gerade gebraucht wird.


Wir haben sogar zusammen entschieden, wann wir am nächsten Morgen starten wollen. Es war nicht vorgegeben. Es ist gemeinsam entstanden.


Und genau das hat dieses Retreat so besonders gemacht.


Diese zwei Tage waren so viel mehr als nur ein Retreat.


Sie waren tief, ehrlich, verbindend.


Ich bin so unendlich dankbar für jede einzelne Frau, für jede Begegnung, für jede Träne, für jedes Lächeln. Für diese Offenheit, für dieses Vertrauen, für diese Verbundenheit.


Und ich bin so dankbar, dass ich es gewagt habe. Weil ich spüre, wie sehr mich all das erfüllt.


Und von Herzen dankbar bin ich auch für den Mann an meiner Seite.


Wir beide lieben es, Menschen zu verbinden. Wir lieben tiefe Gespräche, echtes Zuhören, dieses ehrliche Fühlen. Empathie ist ein Teil von uns, nicht nur in unserer Arbeit, sondern auch in unserer Partnerschaft.


Es war mein Retreat und trotzdem war für mich von Anfang an klar, dass ich es mit ihm gemeinsam mache. Dass er diesen Workshop-Teil halten wird. Und dass ich nicht einen Moment daran zweifeln muss, weil ich ihm vertraue. Weil ich weiß, dass er genau das Richtige in diesem Moment geben wird.


Und am Ende ist es genau das, was wir beide mitbringen, das sich so schön ergänzt. Sein Raum und mein Raum. Seine Tiefe und meine.


Und genau das haben auch die Teilnehmerinnen gespürt.


Dieses Miteinander. Dieses Wir.


Und dafür bin ich so dankbar.


Dass wir das als Paar leben dürfen.

Als Team.

Als Familie.

Und als Menschen, die gemeinsam etwas in die Welt tragen.


Wenn ich heute zurückblicke, dann fühlt es sich nicht wie ein Ende an.


Sondern wie ein Anfang.


Und vielleicht ist genau das auch ein kleiner Impuls für dich.


Dass nicht immer alles perfekt durchdacht sein muss. Dass du nicht immer wissen musst, wohin alles führt.


Sondern dass du einfach losgehen darfst.


Dass du deiner Intuition vertrauen darfst.


Und wenn du es noch nicht kannst, dann darfst du es lernen. Schritt für Schritt.


Dich öfter trauen zu improvisieren.

Dem Moment zu folgen.


Denn genau darin entsteht oft etwas, das noch viel schöner ist, als alles, was wir hätten planen können.



 
 
 

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